Boßeln: Ostfriesensport zu Gast in Göttingen
30. Oktober 2005So stand es im Aushangkasten zu lesen. Anschließend sollte es Grünkohl, Sauerkraut mit Kassler und Bregenwurst geben.
Da ich diesen „Sport“ nicht kenne, dachte ich mir, da gehst du mal hin.
Also am 15. Oktober 2005, es war ein Wetter, wie es besser gar nicht hätte sein können. So um die 20 Grad bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein.
Als ich um 14.05 Uhr an unserer Kleinsporthalle ankam, wo der Treffpunkt sein sollte, hatten sich schon etliche Vereinsfreundinnen und -Freunde eingefunden. Rücksäcke, Bollerwagen, Einkaufwagen und sogar eine Schiebekarre standen da. Jeder hatte ein kleines Gläschen an einem Band um den Hals. (Außer mir natürlich). Also bekam ich von Dieter Walendy ein Band mit Gläschen um den Hals. Marcus Hauss – der diese Veranstaltung zm dritten Mal in der Vereinsgeschichte organisiert hatte – machte dann die Einteilung. Wir waren sechs Gruppen zu je fünf Personen, sprich 30 mitmachende Freundinnen und Freunde. (Zwei Freunde waren aus dem Braunschweiger Verein und drei Freunde aus Volkersheim)
Dann ging es los. Ich war in der Gruppe zwei und musste gleich am Anfang gegen die Gruppe eins starten. Man wirft eine rote, recht schwere Kugel soweit wie möglich. Der Gegner muss dann versuchen, seine Kugel noch weiter zu werfen. Schafft er es nicht, muss er so lange werfen, bis die gegnerische Kugel überholt ist, und so weiter. Jeder Wurf wird natürlich mit einem Strich auf dem Laufzettel markiert, damit man am Ende auch eine Siegergruppe hat. Die Gruppe, welche die wenigsten Würfe braucht um an Ziel zu kommen, hat gewonnen. Das ganze fand auf dem Feldweg unterhalb unseres Geländes um das große Feld statt. Mit viel Gelächter und Freude wurden die Kugeln platziert, selbst im Graben landete sie, also wieder raus holen und weiter. Dann eine Wegkreuzung. Alles hielt an und nun wurden Rücksäcke, Einkaufswagen usw. aufgemacht und es kamen Schnapsflaschen zum Vorschein. Jeder bekam in sein Gläschen einen kleinen Schnaps o.ä. und der wurde mit großem Hallo getrunken. Dann ging es weiter. Kurze Zeit später kam die nächste Wegkreuzung, das gleiche Spiel. Wenn es mal keine Wegkreuzung gab, wurde kurzerhand eine aufgemalt. Man durfte aber auch mal aussetzen und nicht an jeder Kreuzung trinken, denn es war ja sehr warm und dann der Alkohol. Wir wollten ja auch ans Ziel kommen. Da wir die ersten zwei Gruppen waren, waren wir natürlich auch als erste nach ca. 2,5 km und zwei Stunden am Ziel. Nach kurzer Zeit kamen die dritte und vierte Gruppe ins Ziel. Aber dann dauerte es mindestens eine halbe Stunde, bis die letzten zwei Gruppen mit viel Hallo und Gelächter ins Ziel kam. Ob die wohl mehr Wegkreuzungen hatten als wir?
Um 18.30 Uhr trafen wir uns dann alle wieder in unserer Kleinsporthalle, die von Angelika und Helferinnen sehr schön herbstlich geschmückt war, zum Essen. Hierbei waren wir etwa 50 Personen. Das Essen war sehr gut und reichlich. Dann saßen wir noch etliche Stunden mit Klönen beisammen.
Es war ein sehr schöner Tag.
Danke an alle Helfer, Mitspieler und Mitspielerinnen. Es war einfach Spitze. Beim nächsten Mal bin ich sicher auch wieder dabei. Ihr auch???
Monika Napp